Malerei

Die Gemälde von Ute Elisabeth Mordhorst

„Ich konnte schon früh zeichnen wie Raphael, aber ich habe ein Leben lang dazu gebraucht, wieder zeichnen zu lernen wie ein Kind.“
Pablo Picasso (1818 – 1973)

Im Zwiegespräch mit dem inneren Kind

Wie in ihrer Lyrik geht es Ute Elisabeth Mordhorst auch in der Malerei nicht darum, einer bestimmten Stilrichtung zu folgen oder konkrete Vorbilder zu kopieren. Ihr innerstes Anliegen ist es, ganz eigene und persönliche Ausdrucksformen für das zu finden, was ihr die Welt von sich erzählt. Um diese Geschichten überhaupt zu vernehmen, braucht es ein „kindliches“ Hören und Sehen, ein Wahrnehmen des Außen wie auch des Innen, das noch voller Neugierde ist, noch nicht „alles gesehen“ hat, es braucht eine Befreiung von allem Erlernten, von allen Vorgaben und Maßstäben, von allen Vorstellungen.

Im Malen begegnet Ute Elisabeth Mordhorst dem eigenen inneren Kind, das uns in die Lage versetzt, die Welt zu erforschen, zu staunen und schöpferisch zu sein – und sie hält Zwiesprache mit ihm. Das künstlerische Werk von Ute Elisabeth Mordhorst umfasst mittlerweile mehr als 200 Bilder.

Die Gemälde von Ute Elisabeth Mordhorst sind weder romantisch noch Kitsch, sie folgen keiner Lust am Dekonstrukt und suchen gerade nicht das Dunkle, Schockierende, Grenzüberschreitende. Die Bilder sind Trost in einer Zeit, die immer weniger Platz für das „innere Kind“ vorgesehen hat, sie sind auch ein stiller Protest in einer Gesellschaft, die den Kick und die Grenzüberschreitung sucht, da sie vergessen hat, wie ungleich befriedigender und erfüllender eine tiefe innere Ruhe sein kann.

Martina Jung

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